HIV-Viruslast

Bedeutung der HIV-Viruslast

Die HIV-Viruslast spiegelt die Anzahl an Viren pro Milliliter Blut wieder und ist ein wichtiges Verlaufskriterium bei der Beurteilung des Krankheitsstadiums und des Therapieerfolgs.

Das HI Virus benötigt zur Vervielfältigung eine Körperzelle. Es greift allerdings nicht jede, sondern nur die Körperzellen mit einem bestimmten Erkennungszeichen an. Bei dem Erkennungszeichen handelt sich um die Struktur CD4, die auf weißen Blutkörperchen des Immunsystems, vorwiegend CD4-Lymphozyten, zu finden ist. Nachdem es in die Zelle eingetreten ist, findet eine Vervielfältigung des Virus durch die zelleigene Maschinerie statt, die bei Virusaustritt dann zerstört wird. Die stetig sinkende Anzahl an CD4-Zellen macht das Immunsystem zunehmend gefechtslos, während die steigende HIV-Viruslast anzeigt, daß die HAART-Therapie die Virusvermehrung nicht effizient unterdrückt.

Referenzbereich

Meist wird das Erbgut des Virus mittels sehr sensitiver PCR-Technik nachgewiesen. Je nach Methode gibt es eine Untergrenze, ab welcher keine sichere Aussage mehr getroffen werden kann, ob noch Virus vorhanden ist und wieviel. Angaben wie ‘unter der Nachweisgrenze’ bedeuten daher nicht notwendig, daß keine Viren mehr vorhanden sind.

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