Troponin T

Bedeutung

Der wichtigste Biomarker für die Herzinfarkt-Diagnostik ist Troponin T. Es handelt sich um ein Struturprotein im Herzmuskel, was ausschliesslich dort vorhanden ist. Troponine bilden einen Komplex, der u.a. aus Troponin T und Troponin I besteht. Beim Zelltod werden diese Proteine in das Blut abgegeben und können per Blutanalyse bestimmt werden.

Es existieren noch eine Vielzahl anderer Marker für die Diagnose des Herzinfarkts, z.B. GOT, LDH, Myoglobin und CK-MB. Klinische Studien zeigten aber, daß Troponin T und I die beste Verwendbarkeit haben, da ihre Erhöhung im Vergleich seltener durch andere Krankheiten bedingt ist.

Troponin T – erhöhte Werte

Ursache für erhöhte Werte ist oft der Herzinfarkt (Myokardinfarkt). Alleine aufgrund der Erhöhung der Troponine kann aber noch keine Herzinfarkt-Diagnose gestellt werden, da auch die individuellen Beschwerden, die Vorgeschichte, das EKG und andere Laborparameter notwendig sind, um andere mögliche Erkrankungen auszuschliessen, die auch mit Troponin-Erhöhung und Brustschmerzen einhergehen können.

Die Troponin T-Erhöhung kann u.a. folgende Ursachen haben:

  • Herzinfarkt: Die Höhe des Anstiegs korreliert mit dem Ausmaß des Zelltods und stellt den Goldstandard in der Labordiagnostik dar. Etwa 3h nach Infarkt steigt die Blutkonzentration an, erreicht ca. nach 20-24h ihr Maximum und ist danach noch etwa 1-2 Wochen erhöht nachzuweisen.
  • Herzschwäche = Herzinsuffizienz
  • Herzmuskelentzündung = Peri-, Myo-, Endokarditis
  • Lungenembolie
  • Herzrhythmusstörungen
  • Funktionsverlust der Nieren = Niereninsuffizienz
  • Bluthochdruck-Entgleisung = hypertensive Krise
  • Riß der Aortenwand = Aortendissektion
  • Schwerer Unfall (Trauma)
  • Verbrennungen
  • Kritisch kranke Patienten (Intensivstation)

Troponin T – erniedrigte Werte

Erniedrigte Werte haben keine medizinische Relevanz.

Referenzbereich

  • ab 18 Jahre: < 0.03 ug/l

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