GPT

Leberwert GPT – Bedeutung

Der Leberwert GPT (Synonym: ALAT, ALT) wird meist zusammen mit dem Blutwert GOT bestimmt. Im Gegensatz zu GOT ist der Leberwert GPT leberspezifisch, da sie nur in Leberzellen (in geringem Maße auch im Skelettmuskel) vorkommt. Die Konzentration von GPT im Blut liefert daher einen sensitiven Hinweis auf einen Leberschaden, allerdings ohne direkte Hinweise auf die zugrundeliegende Krankheit zu geben.

Bei Muskelarbeit entsteht bei der Glukoseverwertung im Muskel Pyruvat, was zur Milchsäure Lactat und zur Aminosäure Alanin verstoffwechselt wird. Beides gelangt im Blut zur Leber, die beide Stoffe aufnimmt und in der Neuproduktion von Glukose benutzt. Diese Glukose wird dann wieder von der Leber über das Blut zurück zum Muskel transportiert. Dieser Kreislauf ist essentiell wichtig für die Bereitstellung von Energie für den Muskel. Er wird Cori-Zyklus genannt und das Enzym GPT ist daran wesentlich beteiligt.

GPT im Blut erhöht

Wenn der Leberwert GPT erhöht ist sowie auch GOT überhalb des Normalbereichs liegt, gelten vereinfacht folgende Regeln:

  • Ist die Konzentration vom Leberwert GPT im Blut höher als die von GOT: Hepatitis ist wahrscheinlich.
  • Ist die Konzentration vom Leberwert GPT im Blut niedriger als die von GOT: Ein Leberschaden durch Gifte (Alkohol, Pilze, Medikamente), durch Rechtsherzschwäche oder durch Gallestau ist wahrscheinlich.

GPT im Blut erniedrigt

Ist die Konzentration vom Leberwert GPT im Blut erniedrigt, so hat dies keine Relevanz.

Referenzbereich

  • Männer: < 45 U/l
  • Frauen: < 34 U/l

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