Folsäure

Bedeutung

Folsäure wird zu den Vitaminen gezählt, da es der Organismus nicht in ausreichender Form selbst herstellen kann. Es ist beteiligt bei der Bildung von DNS-Bausteinen und spielt daher eine wichtige Rolle bei allen Prozessen mit hoher Zellteilung, z.B. Blutbildung oder Schwangerschaft.

Es ist in geringen Mengen in Vollkornprodukten, Fleisch, Nüssen, Karotten, grünes Blattgemüse, v.a. aber in Hefen und Leber vorhanden. Der Körpervorrat ist für etwa 3 Monate ausreichend, dann kommt es zu einer typischen Form der Blutarmut mit vergrößerten roten Blutzellen (erhöhtes MCV, megaloblastäre Anämie).

Schon bei Kinderwunsch sollte die Frau angefangen, Folsäure über die Nahrung zusätzlich zuzuführen, da eine Mangelversorgung des Embryos in den ersten Wochen der Schwangerschaft zu Wirbelsäulenschäden (Spina bifida) führen kann.

Folsäure – erhöhte Werte

Erhöhte Folsäure-Werte haben keine medizinische Relevanz.

Folsäure – erniedrigte Werte

Erniedrigte Folsäure-Werte können u.a. folgende Ursachen haben:

  • Mangelernährung
  • Alkoholismus
  • Leberkrankheiten
  • Schwangerschaft
  • Blutzerfall (hämolytische Anämie)
  • Bluttumore (myeloproliferative Tumore)
  • Chemotherapie

Referenzbereich

  • Männer und Frauen: 4.6 – 18.7 ug/l

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