Eosinophile Granulozyten

Bedeutung

Eosinophile ist die umgangssprachliche Abkürzung für eosinophile Granulozyten, einer besonderen Art weißer Blutkörperchen (Leukozyten). Sie haben eine besondere Bedeutung bei der Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers. Sind eosinophile Granulozyten erhöht, so weist dies oft auf eine Allergie oder eine Wurminfektion hin; es gibt jedoch weitaus mehr Erkrankungen mit einer Eosinophilie.

Eosinophile Granulozyten – erhöht

Sind eosinophile Granulozyten erhöht, so nennt man dies Eosinophilie. Die erhöhten Werte können viele Ursachen haben, u.a.:

  • Würmer: bei einem Wurmbefall kann die Eosinophilie sehr ausgeprägt sein.
  • Allergisches Asthma
  • Allergisch bedingte Hautkrankheiten, z. B. Nesselsucht (Urtikaria) und allergische Hautausschläge (Ekzeme).
  • Erholungsphase nach Infekten wie Scharlach oder Masern.
  • Selten: Tumore wie Eierstocktumore, M. Hodgkin, Leukämien; Autoimmunerkrankungen wie Churg-Strauss-Syndrom; Erkrankungen des Magendarm-Trakts (eosinophile Gastritis, Ösophagitis, Enteritis).

Eosinophile Granulozyten – erniedrigt

Sind eosinophile Granulozyten erniedrigt, so hat dies eine nur geringe diagnostische Bedeutung. Am häufigsten findet man sie bei akuten Infekten und unter einer Kortison-Therapie, selten auch bei Betablockern.

Referenzbereich

Die Anzahl der eosinophilen Granulozyten im Blut lässt sich absolut (pro Nanoliter Blut) oder relativ (pro Menge an Leukozyten) angeben.

  • Ab 20 Jahre: < 0,7/nl
  • Ab 14 Jahre: 2 – 4 %

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