Eisenwert im Blut

Bedeutung

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen. Vor allem in der Blutbildung wird es zur Synthese des sauerstoffbindenden Hämoglobins benötigt. Weiterhin ist es essentieller Bestandteil von vielen Enzymen im Körper. Für den Transport im Blut wird es an Transferrin und für die Speicherung im Körper an Ferritin gekoppelt.

Der größte Teil des Eisens im Körper wird recycelt. Um den Verbrauch zu kompensieren, muss etwa 10 – 15 mg Eisen täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Reichhaltig ist es in Fleisch, Leber, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot enthalten. Besonders Frauen vor den Wechseljahren sollten auf adäquate Eisenaufnahme achten. Ein zu hoher Eisenwert im Blut wirkt jedoch schädlich!

Fehlt dem Organismus Eisen, so ist die Blutbildung beeinträchtigt. Die resultierende Blutarmut führt zu Leistungsabfällen und Müdigkeit bis zur Atemnot. Der Eisenwert im Blut schwankt über den Tag relativ stark, so dass die Bestimmung des Eisens alleine nicht ausreichend für die Diagnose Eisenmangel ist, sondern immer noch die Bestimmung von Ferritin und ggf. Transferrin vorraussetzt.

Eisenwert im Blut erhöht

Ursachen für erhöhte Eisen-Werte können u.a. sein.

  • Eisenüberladung: Zu starke Eisensubstitution, viele Bluttransfusionen
  • Blut: Zerstörung von Blutkörperchen (hämolytische Anämie), Bluterkrankungen
  • Leber: Hämochromatose, akute Hepatitis
  • Porphyrie

Eisenwert im Blut erniedrigt

Der Eisenwert im Blut kann nur in Zusammenhang mit Ferritin beurteilt werden! Ursachen für einen erniedrigten Eisenwert im Blut kann u.a. sein.

  • Chronische Blutung: Menstruation, innere Sickerblutung
  • Erhöhter Eisenbedarf: Schwangerschaft, Wachstum, nach großem Blutverlust
  • Gestörte Eisenaufnahme: Durchfall, Darmerkrankung, nach Operation am Magen/Darm, Mangelernährung
  • Unspezifisch: Infektion, Tumor, chronische Entzündung z.B. bei rheumatischen Erkrankungen

Referenzbereich

  • Männer: 7.2 – 21.5 µmol/l
  • Frauen: 7.0 – 26.7 µmol/l

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