Cortisol

Cortisol ist ein aktives Stresshormon, was umgangssprachlich als Kortison bezeichnet wird. Es wird in den Nebennieren gebildet und ist für den Körper lebensnotwendig.

Die Produktion von Cortisol wird über die Hirnanhangsdrüse gesteuert und zeigt eine zirkadiane Rhythmik mit den höchsten Werten in den Morgenstunden. Es ist daher zur Interpretation des Werts wichtig, zu welcher Uhrzeit Blut entnommen wurde. Es hat vielfältige Wirkungen auf den Körper, insbesondere auf den Kohlenhydrat-Stoffwechsel (Zucker), den Knochen-Stoffwechsel, den Blutdruck, den Eiweissumsatz und das Immunsystem.

Mangelnde oder überschiessende Produktion von Cortisol führt zu krankhaften Zuständen. Ein Mangel (Morbus Addison) zeigt sich u.a. durch Schwäche, Gewichtsverlust, Neigung zu Infekten, Kollapsneigung und Unterzuckerung und ist potentiell lebensbedrohlich. Morbus Cushing nennt sich die Krankheit, bei der zuviel Cortisol im Körper produziert wird. Dies zeigt sich u.a. an hohem Blutdruck, Anlagerung von Fett am Stamm und Hals mit schmalen Extremitäten und Impotenz. Wenn diese Symptome durch therapeutische Gabe von Cortisol (z.B. Prednisolon) ausgelöst werden, so spricht man vom Cushing-Syndrom.

Erhöhte Werte

Erhöhte Cortisol-Werte findet man u.a. bei:

  • Morbus Cushing
  • Cushing-Syndrom
  • Schwangerschaft
  • Alkoholimsus
  • Einnahme von Östrogenen
  • Starker Stress

Erniedrigte Werte

Erniedrigte Werte kommen u.a. vor bei:

  • Therapie mit Cortion-Derivaten
  • Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison)

Referenzbereich

  • Morgens: 4-22 ug/l
  • Mittags: 4-20 ug/l
  • Mitternachts: 0-5 ug/l

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